Ausgangslage
Substanzbezogene Belastungen in Familien berühren Fragen von Gesundheit, Erziehung, Schutz und Teilhabe. Für die Kinder- und Jugendhilfe kommt es darauf an, Beobachtungen sorgfältig einzuordnen, pauschale Bewertungen zu vermeiden und bei Bedarf geeignete Unterstützungssysteme einzubeziehen. Die Fortbildung konzentriert sich auf die fachliche Bewertung und Kooperation an der Schnittstelle von Jugendhilfe, Suchthilfe und Gesundheitswesen.
Individuelle Lebenslagen werden mit sozialen Ausschlüssen, Infrastruktur und gesellschaftlicher Verantwortung in Beziehung gesetzt.
Für wen ist die Fortbildung gedacht?
ASD, Kinderschutzfachkräfte, ambulante und stationäre Hilfen, Jugendsozialarbeit sowie Fachkräfte an der Schnittstelle zur Suchthilfe.
Nach der Fortbildung können die Teilnehmenden …
- Risiko- und Schutzfaktoren bei substanzbezogenen Belastungen differenziert erfassen
- Beobachtungen dokumentieren und kinderschutzbezogene Bewertungen nachvollziehbar begründen
- Gesprächsführung und Kooperation mit Suchthilfe und Gesundheitswesen verbessern
Mögliche Inhalte
- Elterlicher und jugendlicher Cannabiskonsum als mögliches Jugendhilfe- und Kinderschutzthema
- Risiko- und Schutzfaktoren in Familien mit substanzbezogenen Belastungen
- Beobachtung, Dokumentation und fachliche Bewertung im Hilfeprozess
- Gesprächsführung mit Eltern, Jugendlichen und Bezugspersonen
- Kooperation mit Suchthilfe, Gesundheitswesen und Jugendhilfe
- Fallreflexion, Zuständigkeiten und geeignete Unterstützungswege
Arbeitsweise und Format
Das Angebot kann als Fachseminar, Workshop oder moderiertes Teamformat gestaltet werden. Fachliche Einordnung, Praxisfälle und die Reflexion organisationaler Strukturen werden miteinander verbunden.